14.07 - Austraneuseejapahongkotisch

Es ist soweit, nach beinahe 10 Monaten ist es wirklich soweit.
Wir sind am Ende unserer Reise angekommen.
Zuallererst möchte ich eine Vorhersage machen, das letzte geschriebene Zeichen wird ein . sein und das letzte Wort wird “lesen” lauten.
Nun aber zum Wesentlichen.
Während ich diese Worte tippe sitzen Marvin und Ich mitten im International Airport von Doha.
Das ist eine stinkreiche Stadt im stinkreichen Ölstaat Katar im nahen Osten, wo nachts um 11 immer noch beträchtliche 34°C vorherrschen. Dies ist keine weitere Überrachungsstation auf unserer kleinen Weltreise, sondern der finale Zwischenstopp, wo wir auf unseren Anschlußflug nach Berlin Tegel warten.
Hergekommen sind wir mit Qatar Airways, der einheimischen Fluggesellschaft, welche ich an dieser Stelle als das beste Fliegerunternehmen unserer kompletten Reise hervorheben möchte.
Laut einer offiziellen Statistik gehört Qatar Airways zu den 6 besten Fluggesellschaften der Welt, welche eine 5 Sterne-Auszeichnung vorweisen können.
Während unseres 7,5 stündigen Fluges mangelte es uns an nichts.
Wir konnten uns mit einem umfangreichen Film- und Musikprogramm die Zeit vertreiben und bekamen sogar 2 mal eine sehr gute, warme Mahlzeit serviert. Der Sitzkomfort war sehr angenehm und auch die Crew war stehts bemüht einem mit Decken, Getränken und anderen Kleinigkeiten auszuhelfen.
Die Leser, welche nun denken, dass dies Standard auf Langstreckenflügen ist, irren sich gewaltig.
Unser 7 stündiger Flug von Sydney nach Tokio war alles andere als angenehm.
Zu Beginn des Fluges bekamen wir eine 300ml Flasche mit Mineralwasser und die musste dann auch bis zum Ziel reichen. Essen und andere Getränke hätten lediglich zu wirklich sehr überteuerten Preisen erstanden werden können.
Von Komfort und Unterhaltungsmöglichkeiten war keine Spur.
Auf den anderen Flügen erfuhren wir auch häufig einen Service, der nur grade so an das Nötigste grenzte.
Bevor ich nun aber vollends abschweife möchte ich lieber unsere Zeit in HongKong Revue passieren lassen.
Wer unseren Lebensweg kennt, der weiss dass wir schon vor etwa 2 Jahren diese großartige Stadt besucht hatten.
Damals verliessen wir HongKong mit dem Gefühl, die schönste Stadt der Welt gefunden zu haben.
Beim zweiten Besuch planten wir doppelt soviel Zeit ein wie zuvor.
Untergekommen sind wir diesmal in einem der günstigsten Hostels der Stadt.
Einige Menschen fänden unsere Unterkunft garantiert gewöhnungsbedürftig, aber die meisten würden wahrscheinlich nichteinmal einen Fuß in die Gemäuer setzen in denen wir die letzten 9 Tage lebten.
Von außen sah man dem Haus nicht an dass es für touristische Zwecke genutzt wurde.
Das große, versiffte Gebäude hatte 2 Eingänge. Einer war unmittelbar neben einem “Grillstand” bei dem Tierteile und andere Sachen gegrillt wurden, während das Wasser der Klimaanlagen direkt darauf herab tropfte und neben der zweiten Tür wurde während unseres Aufenthalts ein Passant von einem Zementblock erschlagen.
Seine wahre Schönheit enthüllte des Haus erst von innen.
Wir bekamen ein Zimmer im 6. Stock, welches eigentlich nur ein Zimmer in einer Wohnung war, welche sich im 6. Stock befand.
Inklusive Bad hatte unser Zimmer etwa 8m². Knappe 2 Meter von der Tür bis zur gegenüberliegenden Wand und dann noch etwa 4 Meter von der linken bis zur rechen Wand.
Darin befanden sich 2 Betten, welche eindeutig 10cm zu kurz für uns waren und selbstverständlich eine Badzelle.
Von diesem Bad werden wir garantiert noch in 50 Jahren erzählen.
Auf einer Fläche von 2m² hatten wir alles was man brauchte, ein Waschbecken, eine Toilette, eine Dusche, welche direkt über der Toilette hing und Wasserboiler, welcher direkt hinter der Dusche hing und Stehplatz auf dem man sich sogar mit wenig Aufwand umdrehen konnte.
Schon nach der ersten Nacht konnte man in unserem Zimmer buchstäblich nicht mehr treten.
Selbstverständlich machte uns all das nichts aus, im Gegenteil.
Gewöhnt an unbequeme Miniautos waren die Betten alles was wir brauchten um zufrieden zu sein.
Hatte ich schon erwähnt dass unser Zimmer kein Fenster hatte?
Nun aber genug mit Erzählungen die schlimm klingen, aber eigentlich toll waren.
In der zeit die wir in HongKong verbrachten unternahmen wir sehr viel.
Wir besuchten eine nahegelegene sitzende Buddhastatue, welche als größte ihrer Art gilt und schauten uns insgesamt 4 Mal die sogennante Symphonie des Lichtes an, durch welche wir uns schon vor 2 Jahren in HongKong verliebten.
Fast 40 der bedeutendsten Gebäude der Stadt führen hierbei zu einer großartigen Musik eine unbeschreibliche Show aus Licht und Laser auf, welche zurrecht im Guiness Buch der Weltrekorde eingetragen ist.
Wiedereinmal konnten wir nicht genug von der unbeschreiblich schönen Aussicht über den Fluß bekommen.
Wenn man allein von dieser Aussicht ausgeht, dann ist HongKong in unseren Augen nachwievor die schönste Stadt der Welt. Schaut man bei Tage jedoch etwas genauer hin und bedenkt das Verhalten der Einwohner dann drängt sich in unserer Liste eher Tokio auf Platz 1.
Wenn man als Europäer/Amerikaner/Nicht-Asiat durch HongKong schlendert wird man zwangsläufig mit Leuten konfrontiert, welche versuchen einen auf penetrante Art zum Kaufen irgendwelcher Produkte zu bringen.
Überall stehen Inder die einem gefälschte Rolex Uhren, billige Anzüge und manchmal auch ihre Töchter andrehen wollen. Daneben befinden sich meist größere Gruppen von Chinesen, welche einem versuchen Werbezettelchen zu geben, die man sowieso nicht lesen kann.
Sollte man den Fehler begehen und solch ein Werbezettelchen annehmen, wird man schnell verfolgt und in ein gespräch verwickelt. Es geht nur ums Geschäft.
Eines schönen Tages, bei dem das Wetter fast schon unangenehm heiss erschien, wanderten wir durch eine Straße in MongKok, einem der Stadtteile HongKongs und mein Blick fiel auf den Werbezettel eines jungen Chinesen.
Im Vorbeigehen war ich der Überzeugung in deutscher Sprache “Hundehaare” auf dem Papier gelesen zu haben.
Selbstverständlich blieb ich nicht stehen um einen näheren Blick zu erhaschen, weil dies schnell in nerviger Kommunikation enden könnte, aber im Nachhinein gefällt mir der Gedanke dass in einer kleinen Seitenstraße in HongKong ein junger Chinese steht und Werbezettel verteilt, die Hundehaare anpreisen.
Schöne heile Welt.
An dieser Stelle nähert sich dieser Beitrag nun seinem Ende.
Fast 10 Monate sind seit meinem ersten Eintrag in unser Tagebuch vergangen.
10 Monate in denen wir uns der Natur gestellt haben.
Wir machten das Wasser im Great Barrier Reef zu unserem Zuhause, flogen frei durch den Himmel über Byron Bay, überlebten im Outback be Hitze und Trockenheit, spazierten barfuß durch den immergrünen Urwald, spielten im Schnee in Neuseeland und trafen auf Tiere in freier Wildbahn, welche manche Menschen nichteinmal im Zoo zu Gesicht bekommen.
10 Monate in denen wir häufig über uns hinaus gewachsen sind.
10 Monate in denen wir unheimlich viele Menschen kennenlernten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
10 Monate die uns bis ans Ende unseres Lebens prägen werden.
10 Monate in denen ich mich nicht ein einziges Mal rasiert habe und keiner merkts, oder ist es euch etwa aufgefallen?
10 Monate die man nur mit einem Wort beschreiben kann “austraneuseejapahongkotisch” oder einfach nur “einzigartig”.
Da bleibt nur noch eines zu klären.
Unser tiefster Dank geht an all die Personen die diesen Ausflug finanziell und organisatorisch möglich gemacht haben.
Ebenfalls geht unser Dank und Gruß an alle Verwandten, Freunde, Bekannten, Leute die uns nichteinmal kennen und unsere Abenteuer trotzdem verfolgen und Regierungsmitarbeiter die kontrollieren ob ich hier illegale Texte veröffentliche.
Ohne euch wäre dieses Unternehmen entweder nicht möglich oder zumindest nur halb so schön gewesen.
In diesem Sinne möchten wir uns nun von euch, den Lesern unseres Tagebuches verabschieden und letztmalig für das anhaltende Interresse bedanken.

Mit freundlichsten Grüßen und besten Wünschen für euch alle
Marvin und Daniel

Auf Wiedersehen, bis zu dem Tag an dem wir uns erneut lesen.

 

05.07 - Durch den Monsun

Hallo liebe Freunde, Familienmitglieder, Bekannte und Leute die sich bloß in der Addresszeile vertippt haben.
In meinem letzten Beitrag habe ich mich mehr oder weniger bedeckt gehalten was unseren neuen Aufenthaltsort anbelangt.
Da es einige schon wissen und wir mittlerweile eh wieder woanders sind möchte ich selbstverständlich das Geheimniss nicht länger ungelüftet lassen.
Wie beschrieben reisten wir in das wohl seltsamste Land unseres Planeten, so haben Marvin und ich uns das jedenfalls vorgestellt.
Und wir hatten Recht.
Die letzten 5 Tage verbrachten wir …*Trommelwirbel*… in Tokio!!!
Ja, liebe Personen, welche ich schon in der Begrüßungszeile angesprochen habe, auch wir staunten nicht schlecht.
Wir befanden uns in einem Land von dem man viele Vorstellungen hat und ich muss klar und deutlich sagen, alle sind war.
Tokio war wie ein einziger großer Zirkus, fast überall war man mit kunterbunten Blinkelichtern, Musik und einem haufen Menschen konfrontiert.
Als war am 29.06 im offiziell günstigsten Hostel der Stadt unterkamen hatten wir keine Ahnung von dem was uns erwarten würde.
Den späten Abend verbrachten wir mit einer ersten Erkundungstour durch Minami, dem Gebiet wo sich unser Hostel befand.
Da in Japan sehr wenig Menschn Englisch sprechen drängt sich die Frage auf wie wir uns verständigt haben.
Die Einwohner Japans verstanden uns nicht, aber das war kein Problem, denn wir verstanden sie auch nicht.
Mit Händen, Bildchen und allerlei komischer Grimassen kamen wir in der gesamten zeit jedoch sehr gut klar.
Am folgenden Morgen standen wir sehr früh auf und begannen unsere wirkliche Erkundungstour.
Vorerst kamen wir bis zum National Museum, welches so früh leider noch nicht geöffnet war.
Eine Karte voller kryptischer Zeichen betrachtend wurden wir dann von einem netten älteren Japaner überrascht.
In sehr gutem Englisch fragte er uns ob wir Hilfe bräuchten, so kamen wir ins Gespräch.
Während wir mit ihm durch den anliegenden Park spazierten erzählte er uns ein wenig über die japanischen Gewohnheiten. Um diese frühe Uhrzeit hätte kaum etwas in Japan geöffnet und derartige Museen seien sowieso mehr Schein und Täuschung für die Touristen.
In einer kleinen Bahnhofsstation lud er uns dann zum Tee ein.
Ungefähr eine Stunde unterhielten wir uns mit ihm über allerlei Themen und wir lernten sehr viel über das Leben in Japan, besonders in Tokio und bekamen sehr gute Ideen welche Stadtteile man besuchen sollte und welche nicht.
Im Anschluß wanderten wir dann bis nach Akihabara, der sogennanten “Elektrostadt”.
Was man hier nicht an Elektrischen Geräten findet, gibt es nicht.
Von hier aus ging es weiter südlich nach zur Tokyo Station, dem Hauptbahnhof Tokyos, welcher in seiner Größer sehr imposant wirkt.
Ohne rast liefen wir dann weiter, immer weiter bis zum Kaiserlichen Palast, wo vor vielen Jahrhunderten die Herrscher Japans lebten.
Von hier aus konnten wir in der ferne schon eines der berühmtesten Wahrzeichen erblicken, den Tokyo Tower.
In windeseile bahnten wir uns unseren Weg zu dem 330m hohen Fernsehturm.
Viele Fotos später machten wir uns dann auf nach Ginza, dem Modeviertel Tokyos, wo alle großen und teuren Modefirmen eine Filliale haben.
Langsam dämmerte es auch schon wieder, aber das sollte uns nicht vom Weiterwandern abhalten.
Mit aller Gemütlichkeit ging es dann zurück Richtung Norden, über Akihabara wollten wir zum Tokyo Dome gelangen, dem Heimstadion der örtlichen Baseball Mannschaft.
Während wir durch weniger bunte und kleine Seitengassen liefen, um Weg zu sparen, staunten wir plötzlich nicht schlecht. Vor uns befand sich ein Gebäude mit einem großen Loch, durch welches seltsame Stahlträger verliefen.
Als wir näher herankamen konnten wir erkennen dass es sich tatsächlich um eine Achterbahn handelte die mitten in Tokyo durch ein Haus geht und direkt nebenan stand eine riesige Kuppel, der bereits erwähnte Tokyo Dome.
Hier entschlossen wir uns dann langsam zum Hostel zurück zu kehren.
Insgesamt lagen wir an diesem Tag gute 45km zu Fuß zurück, dementsprechend leicht hätten wir auch schlafen können, aber eines hielt uns davon ab.
Via Internet kann man sich eine Maße japanischer -Shows ansehen, welche durch ihren Abstraktheit sehr populär sind und wir mussten feststellen dass solche Sendungen tatsächlich sehr verhäuft im japanischen Fernsehen vertreten sind.
Erst sangen Männer im Britney Spears Kostüm japanische Volkslieder, dann wurde eine menschliche Pyramide auf einem Holzbrett auf Sprungfedern gebaut und plötzlich wurde versucht die Moderatoren, welche als seltsame Tiere verkleidet waren mit einer übergroßen Schaumstoffkeule auf den Kopf zu hauen.
Wir bekamen sehr wenig Schlaf in dieser Nacht.
Am nächsten beschlossen wir unsere Ausflüge lieber durch Bahnfahrten zu vereinfachen.
Vormittags besuchten wir Shibuya, das kunterbunte Shoppingviertel Tokyos, hier bekommt man vorallem poppige Klamotten, welche niemand in Europa tragen würde ohne ausgelacht zu werden, aber diese Mode ist in Japan durchaus normal.
Von hier aus fuhren wir nach Shinjuku, dem Verwaltungs- und Businessviertels.
Umringt von gewaltigen Wolkenkratzern, in denen Regierungschefs und Bosse großer Firmen ihre nächsten Schritte planen, bahnten wir uns unseren Weg zum Metropolitan Government Building, von dessen Aussichtsplattform man einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Stadt hat.
Als Abschluß schauten wir noch im Stadtteil Ikebukoru, dem Unterhaltungsgebiet Tokyos, vorbei.
Überall vernimmt man das rasseln und klappern der Glücksspielmaschinen und Spielautomaten.
Bereits am frühen Abend begaben wir uns zurück in unser Tokio Hotel, wo wir ordentlich Schlaf nachholten.
Die folgenden Tage gestalteten wir immer sehr spontan, denn aufgrund des wechselhaften Wetters waren Planungen kaum möglich.
Am 05.07 hiess es dann auch schon wieder Abschied nehmen, von der scheinbar kuriosesten Stadt die wir bisher bereist haben.
Wiedereinmal verbrachten wir einige Stunden auf dem Flughafen bis wir zu einem unserer letzten Flüge antraten.
Nach einem sehr turbulenten Flug, finden wir uns nun, nach fast 2 Jahren, wieder in HongKong wieder, aber davon werde ich im nächsten Bericht erzählen.

 

29.06 - Die Rückkehr der zwei Getürmten zu den Gefährten, oder so

Die Rückkehr der zwei Getürmten zu den Gefährten, oder so

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn

Ohne Probleme verlief unser Flug ins Land der Hobbits, Orks und Zauberer.
An einem der vielen Hafen Mittelerdes angekommen gelang es uns ohne unnötiges Aufsehen einen Wagen zu beschaffen mit welchem wir nun unsere beschwerliche Reise anzutreten wagten.
Im Schutz der Dunkelheit konnten wir am Ende unseres ersten Reisetages die Wetterspitze erreichen, wo auch schon die Gefährten des Rings Jahre vor uns ihr Lager aufschlugen.
Nach ein paar wohlverdienten Bechern des örtlichen Hopfengebräus legten wir uns im hinteren Teil des Wagens zur Ruh und schliefen bis zum Morgengrauen.
Von Kälte und Aufregung abgesehen konnten wir diese erste Nacht in Mittelerde ungestört verbringen.
Der nächste Morgen brachte eisigen Wind und Regen mit sich, dennoch schafften wir es zur Mittagszeit in Bruchtal anzukommen, wo wir noch die Überreste der Hobbithöhlen in Hobbingen vorfanden.
Alles schien schon vor vielen Jahren verlassen worden zu sein.
Die Behausungen waren nur noch schemenhaft zu erahnen und Tiere und Gärten schienen wie vom Erdboden verschluckt.
Von der alten Eiche, welche einst die Höhle der Beutlins überragte waren nur noch Bruchstücke zu finden und auch Beutelsend selbst war wie leergefegt.
Zu unserer Freude waren der Festplatz, mit seinem mächtigen Festbaum und dem Weiher unberührt.
Der Wind der Zeit schien diese Ecke Hobbingens verschont zu haben.
In dieser Nacht machte sich die Kälte des Winters zunehmend bemerkbar.
Als wir am folgenden Morgen aufbrachen setzte der erste Schnee ein.
In unserem Wagen über die Felder Mordors streifend, wurden wir dann von starken Schneestürmen überrascht, welche es uns nicht ermöglichten weiter ins Land der Schatten vorzudringen.
Einsam waren die Stunden in denen Marvin und ich nach Süden zogen.
In einem Tal, umgeben von steilen Felswänden machten wir zur Nacht Rast.
Die ersten Strahlen des Morgens verrieten uns dass wir uns in der Nähe des Lagers der Reiter Rohans befanden.
Von hier aus wanderten wir stundenlang, bis an den Pfad der Toten, wo Aragorn einst den Dienst des Heeres der Toten im Kampf gegen die dunkle Armee einforderte.
Erneut war unsere Fahrt einsam, bis zu einer Schlucht an der sich Menschen fröhlich um die Klippen des Anduin versammelten.
An diesem Punkt versperrte uns das Meer die Weiterreise.
Unter Einsatz aller Ressourcen schafften wir es von hier aus erneut bis nach Mordor.
Durch die schwarzen Tore fahrend, konnten die Dessauer Gefährten immer deutlicher schneebedeckte Gipfel in der Ferne erkennen.
Es war geschafft, nach Tagen der Verirrung, Kälte und Hopfengebräus, waren wir an unserem Ziel angekommen.
Wir hatten den Schicksalsberg erreicht.

Hallo erstmal, entschuldigt diesen seltsamen Bericht, aber in den letzten Tagen war unsere Reise tatsächlich von all diesen merkwürdigen Begriffen geprägt.
Für alle diejenigen unter euch, die mit dem “Herr der Ringe” nichts anfangen können, oder sich diesbezüglich kaum auskennen übersetz ich das Ganze mal.

Am 13.06 wurde es für Marvin und mich Zeit Australien (vorerst) zu verlassen.
Ein Flugzeug der Firma Quantas brachte uns diesmal nach Auckland Neuseeland, wo wir uns am Flughafen sofort ein Taxi in die Innenstadt bestellten.
Hier gingen wir in ein Büro des Unternehmens “WickedCampers” wo wir uns für fast 2 Woche einen Van gemietet hatten.
Und dort begann unser neuestes Abenteuer.
Neuseeland ist seit einigen Jahren besonders für eines ganz besonders bekannt und ich rede jetzt nicht vom “MataMata Fish&Chips Takeaway” wo man sieben Tage die Woche fast 1 Kilo Pommes für umgerechnet 3€ bekommt.
Vor beinahe 10 Jahren begann Peter Jackson hier die unvergleichlich erfolgreichen Filme zu “Der Herr der Ringe” zu drehen.
Für Leute die nichts Besseres zu tun haben als stundenlang in der Wildniss nach auffälligen Gesteinsformationen und Bäumen zu suchen ist es also eine Art Pflicht in Neuseeland jene Orte zu erkunden, welche Peter Jackson in seinen Filmen zu Mittelerde, der Welt des Herr der Ringe, verwandelte.
Was ich zu Beginn meines Berichtes schrieb stellt eigentlich bloß eine 13 tägige Fahrt von Auckland zum südlicher gelegenen Wellington, der Hauptstadt Neuseelands und wieder zurück dar.
Auf der Fahrt wird man am laufenden Band mit fantastischen Landschaften konfrontiert, welche für Marvin und mich teilweise fast unwirklich erscheinen.
Schafe, unendliche Hügellandschaften, saftige Weiden auf denen unzählige Schafe grasen, dschungelartige Wälder an steilen Felswänden, Schafe, schneebedeckte Berge und noch mehr Schafe prägen das Bild.
Die neuseeländische Landschaft ist unbeschreiblich abwechslungsreich und atemberaubend schön.
Leider ist alles voller Schafe.
Hier mal ein paar Fakten:
-in Neuseeland leben grob 4 Millionen Menschen
-in Australien leben grob 21 Millionen Menschen
im Vergleich dazu:
-in Neuseeland allein gibt es ungefähr 35 Millionen Schafe
Es ist hier wirklich keine Seltenheit 1000 Schafe aufeinmal zu sehen.
Schafe sind überall, ebenso ihre Spuren in welche man dann unwillkürlich reintritt.
Voller Freude über unseren ereignissreichen Aufenthalt kamen wir nach nicht ganz 2 Wochen wieder in Auckland am Flughafen an, wo es Zeit war diesen Abschnitt unserer Reise hinter uns zu lassen.
Ohne Probleme bestiegen wir einen Flieger zurück nach Australien, wo wir schon neue Pläne hatten.
Moment, ohne Probleme?
Nunja, das kann man so nicht ganz sagen, ein kleines Problem trat schon auf.
Am Flughafen angekommen wollten wir wie gewohnt an einem Schalter unsere Flugpässe entgegennehmen und uns dann wie üblich Richtung Abflughalle begeben, dafür hatten wir mehr als genug Zeit eingeplant.
Leider tauchten unsere Namen nicht auf der Passagierliste des Flugzeugs auf.
Wir hatten zwar unsere Flugtickets, aber aus einem nicht nachvollziehbaren Grund waren diese nichtmehr gültig.
Man klärte uns auf, dass die Reiseagentur, über welche wir den Flug buchten, unsere Reservierungen vor Kurzem wieder zurückgezogen hatte und wir daher offiziell nicht an Bord des Flugzeugs sein sollten.
Völlig entspannt (*Ironiealarm*) konnten wir dann aber mit den Mitarbeitern der Fluggesellschaft Quantas einen Weg finden, welcher uns letzten Endes doch noch nach Australien befördern sollte, zwar fielen wir etwa 15 Stunden hinter unseren Zeitplan, aber das tat nichts weiter zur Sache.
Unser Plan in Australien war nocheinmal unseren guten Freund und Retter Dwayne aus Cairns zu besuchen.
Für diejenigen die sich nicht erinnern, Dwayne war der nette junge Australier der uns kostenlos bei sich wohnen liess, als unser BuBu (das Ex-Ex-Ex-Ex-Auto) in Cairns einen mächtigen Schaden hatte.
Mittlerweile stolzer Vater, traf Dwayne uns am Flughafen in Cairns und nahm uns prompt mit zu sich nach Hause.
Alle wussten dass wir nicht wieder eine halbe Ewigkeit hier verbringen würden, daher gestalteten wir unser gemeinsames Wochenende mehr als umfangreich.
Zusammen mit Dwaynes Freunden, welche sich auch nur zu gut an uns erinnern konnten, feierten wir unsere Ankunft.
Am nächsten Tag nahm uns der junge Australier dann mit zu einem abgelegenen Fluß, wo wir in der Hitze Nord Queenslands versuchten Fische zu angeln.
Nur Marvin konnte ein beeindruckendes Exemplar ergattern, welches wir aber aufgrund unserer freundlichen Gesinnung wieder in die Freiheit entliessen.
Am Abend wurde dann wieder gefeiert.
Die anhaltende Hitze inspirierte Dwayne zu einer kleinen Rundfahrt durch die Umgebung. Nach kurzer Fahrt kamen wir am Lake Echam, westlich von Cairns an.
Der ehemalige Vulkankrater, welcher jetzt bis zum Rand mit kristallklarem Wasser gefüllt ist, verlockte uns zum plantschen.
Ein allerletztes Mal genossen wir die wunderbare Natur Australiens in vollsten Zügen.
Der folgende Tag stellte dann das endgültige Ende unserer Reise durch Australien dar.
Schweren Herzens brachte Dwayne uns zum Flughafen, wo uns ein Flug erwartete auf den wir uns schon seit Monaten heiss und innig gefreut hatten.
Mit dem Vorhaben uns eines Tages in Deutschland wieder zutreffen nahmen wir Abschied von Dwayne, seiner Freundin Samantha und seinem Sohn Zander.
So kam es dass die deutschen Gefährten einen Flug antraten, welcher ihr Leben für immer verändern würde.
Fortsetzung folgt…

 

11.06 - Von Wüste und Meer (und mehr)

G’day mates.

Alles hat ein Ende, das gilt auch für die Zeit in welcher eure beiden abenteuerlustigen Dessauer voneinander getrennt waren.
Marvin verbrachte seine Tage mit Webseitenprogrammierung und ich erstellte fleißig Statistiken.
Und ehe wir uns versahen kreuzten sich unsere Wege erneut, in Melbourne.
Hier reservierten wir uns ein kleines Mietauto bei der Firma Hertz, welches uns auf unseren geplanten Wegen begleiten sollte.
Die Wahl fiel auf einen Toyota Yaris, ein kleines, schlichtes und vorallem günstiges Auto dass an allem zu wünschen übrig lies.
Am 2.6. staunten wir dann nicht schlecht.
Durch einen unerwarteten Zufall stand das gemietete Zwergauto nicht zur Verfügung.
So wurden wir damit überrascht dass wir einen Toyota Camry, welcher etwa doppelt so viel Platz bietet wie der Yaris, anstelle des Elefantenschuhs bekamen.
Wir erledigten noch ein paar Wege in Melbourne und brachen dann am frühen Nachmittag auf, der Sonne entgegen.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ausdrücklich bei Thomas bedanken, welcher mir in Melbourne sehr geholfen hat. Danke Thomas.
Die Fahrt in unserem Luxusschlitten brachte uns schnell an die Südküste Australiens, der sogenannten Great Ocean Road.
Hier stellten wir uns auf einen Parkplatz am Strand um dort die Nacht zu verbringen.
Mit Bier und lauter Musik feierten wir, dass wir wieder unterwegs waren, denn kilometer von jeglicher Zivilisation entfernt konnten wir niemanden stören.
Am nächsten Morgen waren wir immernoch gut gelaunt, bis zu dem Moment in dem ich den Schlüssel im Zündschloß drehte; nichts.
Ich drehte erneut; wieder nichts.
Nichts, nichts, nichts.
Mit der inneren Ruhe eines Freibads in China im Sommer stieg ich aus dem Auto und schrie das böse K-Wort in Richtung Meer.
Wir hatten es scheinbar ein wenig mit der Musik übertrieben und dadurch die Batterie zu sehr belastet.
Wir hätten ohne Probleme den Hertz-Notruf wählen können und in windeseile wäre uns jemand zu Hilfe geeilt, leider befanden wir uns soweit im Nirgendwo dass wir beim besten Willen keinen Handyempfang hatten.
Zu allem Unglück regnete es auch noch aus Eimern.
Während Marvin das Auto bewachte, stapfte ich am Strand entlang zum nächstgelegen Dorf, wo ich mit allerlei Schwierigkeiten den Notruf kontaktieren konnte.
Gegen Mittag kam dann ein Service-Auto und gab uns eine kleine Starthilfe.
Die verlorene Zeit konnten wir zwar nichtmehr aufholen aber unser Zeitplan bot glücklicherweise sowieso genug Platz für Pausen und Störungen.
In den verbleibenden Stunden fuhren wir nach Warrnambool, einer kleinen Hafenstadt welche eigentlich wenig bekannt ist. Da es bald Nacht wurde und das Wetter mehr schlecht als recht war liessen wir die Attraktionen auf dem Weg hierher aus und planten am nächsten Tag einfach zurück zu fahren. In Warrnambool nächtigten wir erneut im Auto, diesmal ohne Musik, denn so einen Fehler wie in der vorherigen Nacht würde wir nicht wiederholen.
Am Morgen des folgenden Tages fuhren wir ein paar Kilometer zurück um uns die weltbrühmte Südküste Australiens anzusehen. Steile Felsformationen, starke Brandung und dürftige Vegetation prägen hier das Bild.
Die 12 Apostel, gehören von all diesen Formationen definitiv zu den bekanntesten.
Durch die starke Wellenbewegung und andere Verwitterung formten sich aus der Küstenmaße 12 einzelne Felsgebilde, von denen nur noch 9 klar erkennbar sind, welche nun mitten im Meer stehen und darauf warten zu zerfallen.
Am Ende des Tages brachten wir unseren Camry wieder an einem abgelegenen Strandparkplatz zum stehen.
Die folgende Pointe ist ziemlich offensichtlich, oder?
Am nächsten Morgen wollte unser Motor erneut nicht starten.
Da wir die Batterie während der letzten Fahrt mit Radio und anderen Sachen sehr beansprucht hatten und dann auf dem Parkplatz noch ein wenig Musik hörten, wiederholten wir gekonnt unseren Fehler vom vorletzten Tag.
Es war wiedereinmal ein älterer, freundlicher und hilfsbereiter Australier der uns diesmal aus der Klemme half.
Um im Zeitplan zu bleiben mussten wir an diesem tag nun wirklich eine große Strecke zurücklegen.
Die fast 900km bis zu unserem Ziel Adelaide legten wir noch am selben Tag zurück.
Hier verbrachten wir die nach auf einem Rastplatz in der Nähe der Stadt.
Den letzten verbleibenden Tag bis zu unserem Abflug aus Adelaide nutzen wir um die Stadt ein wneig zu erkunden.
Im Vergleich zu Sydney, Brisbane und Melbourne mussten wir leider feststellen dass uns Adelaide ganz und gar nicht gefiel, weder die Gebäude noch die Menschen hier machten einen einladenden Eindruck.
Zum letzten Mal verbrachten wir die Nacht im Toyota Camry auf einem Rastplatz.
Unser Flug am nächsten Morgen brachte uns ins Herz Australiens, nach Alice Springs.
Auch hier hatten wir uns ein Mietauto reserviert, einen Hyundai Getz.
Dieses Auto kann man wohl als den Bruder des Toyota Yaris, bezeichnen; platzsparend, schlicht und günstig.
Mit dem Quietschroten Auto traten wir dann die ungewöhnlichste fahrt unserer ganzen Reise an.
Von Alice Springs bis zum Wahrzeichen Australiens, dem Ayers Rock, oder auch Uluru, wie die Einheimischen sagen, waren es knapp 500 km, die unser Auto zurücklegen musste.
Durch die sengenden Hitze des Outbacks fuhren wir an unserem Ankunftstag die 460km bis zum Kings Canyon.
Leider erreichten wir unser Ziel erst nach Sonnenuntergang so dass eine Erkundung ziemlich unsinnig war.
Also gingen wir früh schlafen um den Sonnenaufgang im Kings Canyon miterleben zu können.
Diese erste Nacht war hart, denn die 40°C des Tages wurden in der Nacht schnell zu frostigen 10°C und in unserem Auto war es nicht wirklich wärmer.
Fröstelnd erwachten wir dann ein paar Stunden später um den Sonnenaufgang am Kings Canyon mitzuerleben.
Inmitten von Steilen Klippen, stellenweiser Vegetation und unwirklich erscheinenden Steingebilden färbten die ersten Sonnenstrahlen das Gestein in vielerlei bunte Farbtöne.
In einem 2 stündigen Fußmarsch kletterten, hüpften und wanderten wir auf und durch die Wände der Königs Schlucht.
Zurück am Parkplatz stiegen wir in unseren Hyundai um in der angebrochenen Mittagswärme des Outbacks in den Yulara National Park zu düsen.
Hier hielten wir zuerst bei den Kata Tjutas, oder auch Olgas genannt, einer Bergformation aus mehreren Runden Steinhügeln welche aussahen als wären sie aus Schokoladenkuchen gemacht.
Hier wanderten wir für ein paar Stunden durch das sogenannte Tal des Windes, welches einem die besten Punkte der Kata Tjutas zeigte.
Dann war es endlich soweit, in der Ferne konnte man schon seit längerem eine bekannte Form erkennen und pünktlich zum Sonnenuntergang kam unsere Australienreise endlich zu ihrem finalen Höhenpunkt.
Wir hatten es geschafft, nach fast 9 Monaten standen wir endlich vorm Ayers Rock, dem Uluru oder auch “Großer Stein der irgendwo in der Mitte Australiens liegt”.
Der Anblick war beeindruckend, dass empfanden bestimmt auch die anderen 1000 Menschen die gemeinsam mit uns den Sonnenuntergang betrachteten.
Nach dem es Nacht wurde parkten wir unser Auto im nahegelegenen Yulara Resort, welches der einzige “zivilisierte” Punkt im Umkreis von 300km war.
Am nächsten Morgen ging es dann nocheinmal früh raus.
Diesmal war es der Sonnenaufgang am Uluru, der uns und hunderte andere Beobachter in seinen Bann zog.
Anschliessend war mal wieder wandern angesagt.
Zuallererst standen wir jedoch vor einer schwierigen Entscheidung.
Vor einem Schild trafen wir dann einen leichtsinnigen Entschluß.
“Bitte nicht besteigen. Lebensgefahr.” stand auf dem Schild.
Jedem ist bestimmt klar was Marvin und ich taten.
Selbstverständlich kletterten wir auf den Ayers Rock.
Einzig unser Gewissen machte uns anfangs die Entscheidung schwer.
Der Berg ist offiziell immernoch im Besitz der Anangu, dem lokalen Eingeborenenstamm, welche in dem Stein heutzutage immernoch ein spirituelles und heiliges Gebiet sehen und daher nicht wollen das Fremde den Berg besteigen.
Dies scheint jedoch maßlose Übertreibung zu sein, wie wir später erfuhren.
Hauptsächlich möchten die Anangu eine Besteigung des Berges vermeiden, da sie sehr traurig wären, wenn Leute bei der Erklimmung verletzt werden oder sterben.
Wohlbehalten kamen wir nach 2 Stunden wieder unten an, also gab es für die Anangu keinen Grund zur Traurigkeit.
Nach der folgenden 3 stündigen Wanderung um den bekanntesten Fels Australiens, von der es nichts Spannendes zu berichten gibt, machten wir uns auf den Rückweg nach Alice Springs.
Zum letzten Mal schliefen wir in unserem roten Elefantenschuh, welcher mittlerweile sehr komfortabel geworden war.
Heute flogen wir dann in aller Ruhe von Alice Springs nach Sydney, wo wir uns nun im Palms Backpackers Hostel befinden.
Hier hatte vor fast 9 Monaten alles angefangen.
Morgen werden wir dann noch ein paar Wege erledigen und am 13.06 geht dann unser Flug nach Neuseeland.
Unsere Reise ist also noch nicht beendet.
Wir werden noch so einiges erleben und ich werde euch bestimmt noch so einiges zu Lesen bieten.
Bis dahin senden wir wie immer die besten und liebsten Grüße an die Heimat, macht’s gut, lasst’s euch gut gehen und bis zum nächsten mal

 

14.05.09 - Aufstieg und Fall

Zwei-einhalb Monate ist meine letzte Schreibaktivität auf dieser Seite nun her.
In dieser Zeit ist nicht wirklich viel passiert, aber das was passiert ist ist dafür umso bedeutsamer.
Guten Tag erstmal, denn Höfflichkeit wird auch in Australien immernoch groß geschrieben.
Mein letzter Beitrag endete mit unserer Ankunft in Brisbane, wo wir vergeblich nach Arbeit suchten.
Die Wochen vergingen und in den Stunden größter Not, fanden wir trotzdem keinen Job.
Meistens wurden wir mit ähnlichen Phrasen abgespeist; “Ihr wisst ja selbst dass es harte Zeiten sind.”, “Wir mussten uns neulich leider schon von einigen Mitarbeitern trennen, da können wir euch nicht nehmen.” ,”Vielleicht haben wir in 3 Monaten wieder Arbeit.”, “Lasst uns doch einfach erstmal euren Lebenslauf hier.”
So schön diese Sätze auch teilweise klingen, so bedeuten sie doch alle das gleiche ; “Wir haben hier keinen Job für euch.”
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir wirklich alle Möglichkeiten augeschöpft, die ein armer, kleiner Backpacker in Australien hat.
Wie es das Schicksal so wollte bekam Marvin nach einigen Wochen trotzdem eine Anstellung bei einer örtlichen Web-Entwicklungs-Firma, welche nun im Prinzip aus 2 Frauen und ihm besteht.
Ich hingegen kam in Brisbane leider nicht zu Potte.
So traf ich eine Entscheidung mit der keiner von uns beiden zu Beginn unserer Reise gerechnet hatte.
Unsere Wege mussten sich hier trennen.
Mein Flug nach Melbourne war schnell gebucht und damit gab es auch kein zurück mehr.
Die letzten Tage die uns vorerst noch gemeinsam blieben wollten wir aber nochmal richtig geniessen.
Also fuhren wir am 20.03 mit BuBu nach Süden, Richtung Byron Bay.
Angekommen an einem wunderbaren, verteckten Strandplatz probierten wir uns den folgenden Tag erstmal auf dem Surfboard, leider ohne spektakuläre Erfolge. Surfen stellte sich als etwas herraus dass man nicht in 3 Stunden von selbst lernen kann.
Die Nacht verbrachten wir in der Nähe vom Strand, im Auto.
Am nächsten morgen wachte ich mit einem unguten Gefühl im Magen auf, diese Nervosität bekam ich zum Glück schnell in den Griff. Auf dem Weg zum Skydivecentre war Marvin wie gewohnt locker und entspannt.
An dieser Stelle kann ich ja nun auflösen dass unsere “letzte” gemeinsame Aktion etwas ganz simples sein sollte; ein Fallschirmsprung. Vor Ort angekommen konnte ich zum Glück auch meine Anspannung in Entspannung auflösen, denn nachdem alles bezahlt war hatte meine Höhenangst nichts mehr zu melden.
Die Minuten vergingen und plötzlich musste alles ganz schnell gehen. Marvin und Ich hatten uns persönliche Kameraleute gebucht die uns auf dem Weg nach oben (und nach unten) begleiten würden. Zudem gab es noch einen erfahrenen Springer, der einem auf den Rücken geschnallt wurde und alles koordinierte.
Wir bekamen eine kurze Einweisung wie wir uns verhalten sollten und schon stiegen wir in ein wenig vertrauenserweckendes Flugzeug. Das konnte uns aber egal sein, da wir ja sowieso vorhatten rauszuspringen.
Auf einer Höhe von etwa 4,5km (14.000 fuß) bekamen wir das Signal die Zielhöhe erreicht zu haben.
“Moment, das sieht ja höher aus als erwartet.” Und schon musste ich zur Kante rutschen. “Ganz schön frisch hier.” Meine letzten Worte waren etwa: “Ich kann nicht glauben dass ich das wirklich maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa….”
Mit einer gekonnten Vorwärtsrolle, verliess ich mit meinem Teamleiter das Flugzeug.
Zuerst drehte sich alles und dann spührte ich nur noch die 200km/h, mit denen ich mich dem Erdboden näherte.
Ehrlich gesagt fand ich das alles gar nicht so schlimm wie erwartet.
Die Aussicht war grandios und das Gefühl unbeschreiblich.
Nach gefühlten 10 Sekunden aber gemessenen 60 Sekunden öffnete sich der Fallschirm und der freie Fall ging gemütlich in ein Herabgleiten über.
Wenige Minuten später war dann auch schon alles wieder vorbei.
Das Erlebniss hatte sich an allen Ecken und Enden wirklich gelohnt.
Auf unserem Rückweg nach Brisbane machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Surfers Paradise, einem großen Strandstädtchen in dem es, wie wir herrausfanden, das einzige Hard Rock Cafe in ganz Australien gibt.
Ein Besuch hier war Pflicht.
Am Abend erreichten wir dann Brisbane und rückblickend auf das Wochenende hätten wir unsere Zeit kaum besser verbringen können.
Am folgenden Dienstag war es dann auch schon soweit, am frühen Vormittag brachte mich Marvin zum Flughafen, wo wir uns dann vorerst voneinander verabschieden mussten.
Nach 3 Stunden Flug kam ich in Melbourne an. Nun, leider nicht wirklich. Sprachlos verliess ich den Flughafen und musste feststellen dass ich mitten im Nirgendwo war. Nach einigen nicht jugendfreien Flüchen erspähte ich jedoch einen Bus der mich bis in die Innenstadt Melbournes brachte.
Hier kam ich erstmal bei meinem alten Klassenkameraden Thomas unter, der zufälligerweise ein Auslandssemester hier verbringt.
Von dort an begab ich mich auf Jobsuche, leider musste ich schnell feststellen dass die Arbeitsmarktsituation hier leider auch nicht besser aussah als überall anders.
Nach einem knappen Monat, landete ich aber doch einen Treffer, so arbeite ich nun für die örtliche Verkehrsgesellschaft Connex als Statistiker.
Während Marvin am Computer sitzt, Internetseiten bastelt und dabei bestimmt glücklich ist, stehe oder sitze ich irgndwo in Melbourne und zähle Leute im Zug.
In dieser Zeit blicken wir dem nciht allzu fernen Tag entgegen, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen und wir Australien wieder gemeinsam unsicher machen.

bis dahin senden wir erstmal die besten Grüße an die Heimatfront, lasst es euch allen gut gehen
Auf Wiederlesen

 

kurze Info von mir

Also da ich ja nicht so der Geschichten schreiber bin werd ich nur kurz was ueber die Galerie von mir geben.

Ich habe gerade neue Bilder hochgeladen also bitte angucken, aber der Hauptgrund wieso ich schreibe ist, ich habe die Kommentarfunktion in der Galerie wieder aktiviert (diesmal mit Spamschutz). Wir freuen uns ueber jedes Kommentar, also bitte schreibt ! *g*

schoene Gruesse auch mal von mit aus Australien.

Hinweis: Um Kommentare abzusenden muessen erst die Buchstaben von dem zufaelligen Bild in das Feld links daneben eingegeben werden.

 

04.03.09 - Piraten im Rausch der Tiefe

Meine Güte ist in den letzten Tagen wieder viel passiert. Dieser Bericht erreicht euch aus Brisbane, aber spielen wird er in dem 1200km entfernten örrtchen Cairns und sogar noch ein bisschen weiter weg.
Wie im vorherigen Eintrag erwähnt hatten wir noch eine wichtige Aufgabe in Cairns zu erledigen und davon sollen die folgenden Worte nun handeln.
Wer sich ein wenig mit der geografie Australiens auskennt weiss bestimmt dass wir uns schon seit Ewigkeiten in der Nähe des weltberühmten Great Barrier Reefs befinden. Nun kann man diese Sehenswürdigkeit bei dieser Gelegenheit natürlich nicht auslassen, also mussten wir uns überlegen ,wie wir am besten einen Einblick in das größte Riff der Welt bekommen könnten. Um einen idealen Eindruck von der Schönheit dieser Unterwasserwelt erhalten zu können gab es nur eine Möglichkeit; Tauchen. Dazu war erstmal ein Tauchkurs nötig, aber dieser liess sich perfekt mit unseren Plänen verbinden.
Im CDC, dem Cairns Dive Centre, buchten wir einen 5 tägigen Tauchkurs. Die ersten beiden Tage waren vollgestopft mit Theorie und Praxisübungen im Pool. Bas, unser holländischer Tauchlehrer, verstand es uns das nötige Basiswissen mit viel Spaß und Witz beizubringen. Am Ende des zweiten Tages stand unsere theoretische Prüfung an. Die 50 Fragen konnten wir lächelnd beantwortend, denn wie man es von uns gewohnt ist, waren wir hervorragend vorbereitet. In jedem Fall bestanden wir beide ohne Probleme.
Am dritten Tag schuf Gott das Wasser und wir wollten sehen ob es gut war. Um 8 Uhr morgens fanden sich Marvin und ich mit unserer “Mitschülerin” Marushla und Bas im Hafen von Cairns ein. Mit einem kleinen Boot fuhren wir stundenlang auf den offenen Ozean zu. Während der Fahrt erläuterte uns Bas den genauen Ablauf der nächsten Tage.
Gegen Mittag erreichten wir die “Kangaroo Explorer”, ein kleines Kreuzfahrtschiff, auf dem wir für 3 Tage über das Riff fahren würden. Der Sicherheitseinweisung konnten wir nur schwer folgen, denn unser Interesse galt hauptsächlich dem was sich unter uns befand. Endlich erlaubte uns Bas in unsere Stingersuits zu schlüpfen. Hierbei handelt es sich um spezielle Tauchanzüge, welche einen vor Quallenstichen schützen sollen, denn zu dieser Jahreszeit gibt es gemeine winzigkleine Quallenbiester im Great Barrier Reef, deren Stich sogar tödlich enden kann. Sicherheit zuerst! Die Anzüge waren alles andere als modisch, aber es kam wie gesagt auf den Nutzen an.
Schnell noch Taucherbrille, mit Schnorchel und Schwimmfloßen geschnappt und schon sollte es losgehen.
Moment! Wo war die Tauchausrüstung? Keine Sauerstoffflasche? Kein Tiefenmesser? Kein kleiner nutzloser Nippel den man durch die Lasche ziehen muss?
Zuallererst war ein Schnorchelausflug auf dem Plan. Hätte ich Bas doch bloß zugehört.
Eine Viertelstunde schwammen wir an der Oberfläche des Pazifischen Ozeans, den Blick stehts nach unten gerichtet. Das war ziemlich fischreich. (diese schöne Aussage hat Marvin beigetragen)
Zurück an Bord gab es ersteinmal Mittagessen. So reichlich und gesund hatten wir uns schon lange nichtmehr ernährt.
Dann war es endlich soweit. Wieder in die Stingersuit geschlüpft, bekamen wir unsere Ausrüstung zugewiesen.
Nach doppelter Überprüfung unserer Ausrüstung, wurde noch schnell der Nippel durch die Lasche gezogen und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben gedreht. Dann erschien darauf ein Pfeil und da drückten wir dann drauf. Und schon kam da irgndwo Luft raus.
Voller Enthusiasmus hüpften wir erneut ins Meer. Internationales OK-Zeichen geben! Nachdem sich unsere kleine 4-Personen Gruppe zusammengefunden hatten machten wir uns bereit zum Abtauchen. Tauchpartner im Auge behalten! Tiefer und Tiefer ging es hinab. Druck auf den Ohren ausgleichen! Schnell erreichten wir den 11 Meter tiefergelegenen Meeresboden. Niemals aufhören zu Atmen! Umgeben von farbenfrohen Korallen und Fischen fanden wir uns in mitten einer fantastischen Welt wieder, welche wir zuvor nur von oberhalb betrachten konnten. Tauchcomputer beobachten! Zuallererst ging Bas mit uns sämtliche Basisfähigkeiten durch; Tauchbrille und Ausrüstung ab- und anlegen, Unterwasserkommunikation, Orientierung und Notfallverhalten. Ruhig und entspannt bleiben! Die 30 Minuten vergingen in windeseile und so war es auch schon wieder Zeit an die Wasseroberfläche zurückzukehren. Niemals zu schnell auftauchen! Oben angekommen wurden wir ersteinmal ausführlich von Bas gelobt und beglückwünscht. Diese Prozedur durchliefen wir noch 2 weitere Mal an diesem Tag.
Zwischendurch vertrieben wir uns die Zeit mit Essen und entspannen.
Am nächsten Morgen weckte uns Bas mehr oder weniger sanft um halb 6 morgens. Verschlafen und hungrig starteten wir um 6 Uhr einen neuen Tauchtag. Während die Unterwasserwelt um uns herrum langsam erwachte, übten wir letztmalig die benötigten Fähigkeiten. 2 Stunden und 1 ausgiebiges Frühstück später traten wir dann zum wichtigsten Tauchgang dieses Tages an. Unsere Zertifizierung verlief simpel und schnell. Bas führte uns erst eine Weile durch die Korallenformationen des Great Barrier Reefs, bis wir dann auf einem abgelegenen Plätzchen unser Können unter Beweis stellen durften. Noch unter Wasser bekamen wir dann unsere offiziellen Tauchscheine in die Hand gedrückt und durften von nun an selbst auf Entdeckungstour gehen. Aber ersteinmal mussten wir wieder an die frische Luft. An Deck der Kangaroo Explorer überlegten Marvin und Ich, gemeinsam mit Bas, eine geeignete Route unter Wasser welche für unseren ersten selbstständigen Tauchgang angemessen wäre. Endlich war es soweit, wir arbeiteten gut als Team zusammen und konnten unsere Freiheit unter Wasser in vollen Zügen geniessen. Zwischen Haien, Schildkröten und anderen Riffbewohnern gingen wir auf Entdeckungstour. Zurück in den trockenen Gefilden unseres Schiffes waren wir ziemlich stolz auf uns und beobachteten voller Spaß die Tauchschüler die ihre Zertifikation noch vor sich hatten.
Gegen 7 Uhr Abends kam es dann zu einem weiteren Höhepunkt unseres Ausflugs.
In einer etwa 10 Mann starken Gruppe ging es zum Nachttauchen. Die Tour in der Dunkelheit, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, machte uns leider nicht so viel Freude, denn man war mehr damit beschäftigt den Mittauchern auszuweichen als das Riff zu betrachten. Am nächsten Tag folgten noch 2 selbstständige Tauchgänge und eine Schnorcheltour in der wir das Riff zum vorerst letzten mal begutachten konnten.
Nach dem umfangreichen Mittagessen hiess es dann Abschiednehmen von der Kangaroo Explorer und all dem was sich unter dem Schiff befand.
Diese Nacht verbrachten wir nocheinmal in Cairns und am nächsten Morgen fuhren wir endlich, gemeinsam mit unseren Zittauer Freunden, gen Süden.
In Airlie Beach hielten wir dann, denn dort wartete schon unsere nächste Aufgabe auf uns.
Unmittelbar nach unserer Ankunft statteten wir einem Reisebüro einen kleinen Besuch ab und nicht ganz 24 Stunden später waren wir auch schon an Bord der Habibi. Einem kleinen Segelschiff, mit welchem wir für die nächsten 2 Tage die Whitsunday Islands erkunden würden.
Unter ihnen auch den Whitehaven Beach, welcher als der weisseste Strand der Erde zählt.
Die 2 Tage vergingen sehr schnell. Gelegentliche Schnorchelgänge, bei denen wir leider nur wenig von der Schönheit des Great Barrier Reefs erleben konnten, dürftige Verpflegung (das Essen war gut, aber zu wenig) und eine Crew die wenig am Wohl ihrer Gäste interessiert zu sein schien prägten den Tagesablauf.
Rückblickend war die Tour durch die wunderschönen Sonnenauf- und Untergänge, die klare Sicht auf Millionen von Sternen in der Nacht und natürlich den Besuch am weissesten Strand der Welt ein voller Erfolg.
Zurück an Land stiegen wir wieder mit unseren Zittauern in BuBu und fuhren weiter in südlich Richtung.
Vorerst hielten wir wieder in Bundaberg, wo wir erneut ein wenig Geld verdienen wollte, leider bekamen wir in windeseile zu verstehen dass es mit Landarbeit zur Zeit sehr schlecht aussähe. Ohne Job wollten wir das kleine Örtchen natürlich schnellstmöglich verlassen. Erneut machte uns BuBu einen Strich durch die Rechnung. Durch ein Loch in einem der Kühlschläuche verloren wir unser gesamtes Kühlwasser. Mitten in der Stadt warteten 4 verzweifelte Backpacker darauf dass der Verkehr auf der Hauptstraße weniger wird und wir unseren kleinen Liebling auf einen Campingplatz schieben konnten. Am nächsten Morgen konnten wir das Problem gekonnt selbst beheben, wodurch wir weniger Zeit als erwartet verloren. So nahmen wir unsere Reise in den Süden wieder auf.
Die Fahrt endete, wie bereits erwähnt, in Brisbane, wo wir uns nun seit einigen Tagen auf Arbeitssuche befinden. Leider bisher ohne großen Erfolg, die Weltwirtschaftskrise ist unserer Jobsuche leider nicht zuträglich. Dennoch sind wir immernoch zuversichtlich bald von Erfolgen berichten zu können.

bis dahin senden wir aber erstmal wieder liebe und schöne Grüße in die Heimat und hoffen dass ihr uns die Daumen drückt

 

19.02.09 - Barfuß im Regenwald

Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen werde ich nun sogleich mit meinen Erzählungen fortfahren.
Wie im letzten Bericht beschrieben lebten wir also bei Dwayne, seiner Freundin Sam und Rob.
Das Australia Day Wochenende verging wie im Flug und schon bald konnten wir unser Auto zu einem der nahegelegenen Mechaniker bringen, welcher uns einen fairen Überblick über eventuelle Kosten geben konnte.
Wir erfuhren dass die Reparatur jedoch eine Menge Zeit beanspruchen würde, und so luden uns Dwayne und Co., mit denen wir uns mittlerweile immer besser verstanden (sowohl sprachlich als auch freundschaftlich), noch eine Weile in ihr Haus ein.
Die Tage vergingen und schnell gehörten wir im “Bruce Highway 59″ zum Inventar.
Wir lernten Dwaynes Freundeskreis kennen und hatten eine Menge Spaß mit all den abgedrehten Aussies.
Eines Nachts begann es sehr stark zu regnen, so dass der Großteil Dwaynes Gartens unter Wasser stand.
Fix wurden Surfboards organisiert und wir bekamen eine kurze Einführung in das sogenannte Skim-Boarding.
Prinzipiell schmeißt man ein Surfbrett in falches Wasser, rennt hinter er, springt drauf und schlittert ein Paar Meter durch den Dreck. Was nach Spaß klingt, ist in Wirklichkeit auch Spaß.
Verbessert wurde das ganze noch durch ein Auto mit Seil, an welchem man sich festhalten sollte um so noch schneller durch den Dreck gezogen zu werden. Nach einigen Stürzen und Fehlversuchen hatten wir den Dreh schon ganz gut raus. So verbrachten wir eine weitere Woche bei unseren australischen Freunden.
Am folgenden Wochenende war große Party bei einem von Dwaynes Kumpels angesagt, selbstverständlich war Team Germany auch am Start.
Der besagte Kumpel hatte einen Farmbesitz weit außerhalb der Stadt, hier war man ganz ungestört und konnte theoretisch machen was man wollte. Nachdem die Biervorräte auffällig dezimiert wurden fiel das Wort “Scurfing” in die Runde. Wieder hatten Marvin und ich keine Ahnung von was für einer Sportart die Rede war, aber das interessierte eh niemanden.
In Windeseile wurden 2 Autos und ein Boot vorbereitet und schon ging die Fahrt los, durch kalten Regen und unzählige Zuckerrohrfelder fuhren wir zu einem nahegelegenen Fluß und liessen das Boot zu Wasser.
Scurfing basiert darauf sich auf ein kleines Surfboard zu legen und sich dann an einem Seil festzuhalten welches von einem Boot durch das Wasser geschliffen wurde.
Auf die Frage ob es in dem Fluß Krokodile geben würde bekamen wir nur die Antwort. “Lange keins gesehn.”
So schauten wir uns eine Weile das Treiben in dem womöglich krokodilbewohnten Gewässer an.
Aber wenn du in Australien bist (und genug Bier intus hast), tu es wie die Australier.
Mit diesem Gedanken pellte ich mich aus meinen Klamotten und erklärte mich zum Scurfing bereit.
Alles ging sehr schnell, kaum lag ich auf dem Board startete das Boot schon mit Vollgas.
Marvin stand mit einer dürftigen kleinen Lampe am Ufer und hielt nach Krokodilen ausschau während ich durch das Wasser geschliffen wurde.
Meine Sorgen über die eventuelle Gefahr dieser Aktion, gehörten schnell der Vergangenheit an.
6 Stunden verbrachten wir im strömenden, kalten Regen bis wir endlich wieder zur Farm zurückkehrten.
Zurück in Dwaynes Haus wurde uns berichtet dass der Regen wohl für eine ganze Weile nicht aufhören würde, aber dass war uns egal, ohne Auto könnten wir eh nirgendswo hin.
Nach fast 2 Wochen im Haus unserer Retter, mit denen wir unzählig viel Spaß hatten, bekamen wir endlich unseren treuen, alten Klapper-BuBu zurück.
Pechlicherweise gab es auch schon die nächsten schlechten Nachrichten mit denen wir uns befassen konnten.
Aufgrund des starken, anhaltenden Regens in den letzten Tagen waren weiter Teile nördlich und südlich von Cairns überflutet, also blieben wir kurzerhand noch eine weitere Woche bei Dwayne, Sam und Rob, die sich darüber sehr freuten.
An dieser Stelle möchte ich verraten dass wir in Innisfail ein junges Paar aus Zittau kennengelernt hatten, welche uns baten sie auf unserem Weg nach Süden mitzunehmen.
Nicole und Andreas, die etwa in unserem Alter sind, arbeiteten auch eine Ewigkeit in Innisfail um sich dort das benötigte Reisegeld zu verdienen.
Unser Ursprungsplan sah vor, dass wir die Beiden auf unserem Rückweg vom Regenwald in Innisfail einsammelten und dann gemeinsam nach Süden düsten.
Da wir nun aber schon eine ganze Menge Zeit in Cairns eingebüst hatten und die beidenn es nichtmehr im öden Innisfail aushielten, wollten sie sich unserer Fahrt in den Dschungel anschliessen.
Mit dem Bus wollten sie uns bis nach Cairns folgen und dann dort warten bis der Weg nach Norden wieder befahrbar wäre. Die schlechten Wetterbedingungen machte eine Busfahrt von Innisfail nach Cairns leider unmöglich. Unmöglich? Dieses Wort kennen 2 bestimmte Dessauer (deren Reisetagebuch ihr in diesem Moment lest) leider nicht. Die Fahrt nach Innisfail und zurück, um die beiden zu holen war zwar alles andere als einfach, aber nicht unmöglich, nach 4 Stunden waren wir wieder zurück in Dwaynes Hütte, wo Bier und Party auf uns warteten.
In der selben Nacht hörte der Regen auf und nur 2 Tage später schien die Fahrt nach Daintree, dem Regenwald den wir seit 3 Wochen besichtigen wollten, machbar.
Wenige Autofahrtstunden später sahen wir uns mit einem Fluß konfrontiert den wir problemlos mit einer Fähgre passieren konnten. Von nun an fühlte man sich tatsächlich wie im Jurassic Park. Gewaltige Pflanzen drangen sich eng nebeneinander und erlaubten kaum Einsicht in den Urwald. Auf einer kleinen Straße rollte unser fahrbarer Untersatz, vorbei an Flüssen, Seen und Bäumen, welche unnatürlicher kaum wirken könnten.
Die Gewissheit überall von Krokodilen und anderen gefährlichen Lebewesen umgeben zu sein, machte die Fahrt zu einem echten Abenteuer. Am Ende der Straße fanden wir uns in Cape Tribulation wieder, einer Stadt die man eher als Dschungelcamp bezeichnen könnte, hier verbrachten wir die Nacht in einem nicht-billigem Hostel.
Am nächsten Tag versuchte ich früh aufzustehen, aber mein Vorsatz misslang.
Gegen Mittag verabschiedeten wir uns wieder von Cape Tribulation und fuhren ein wenig durch die Gegend. Schnell fanden wir einen Fluß, weit ab von der Straße, der bei den tropischen Temperaturen unwiederstehlich zum Baden einlud. Ein kurzer Blick nach Krokodilen und schon schwangen wir uns ins kühle Nass.
Nach ausgiebiger Plantscherei, wollten wir nun aber endlich unsere heißersehnten Krokofreunde sehen.
Also fuhren wir ein Stück weiter südlich, zum Croco-Express.
An Bord eines kleinen Schiffchens tuckerten wir den Daintree River entlang. Der Bootsman berichtete uns von einem tragischen Unglück, welches sich wenige Tage zuvor hier ereignet hatte.
Beim Spielen auf einem verlassenen Steg wurde ein 5-jähriger Junge von einem Krokodil gerissen. Die Behörden suchten nun nach dem Tier. Gemütlich trieb unser Boot den Fluß entlang und schon bald verloren wir an Fahrt und hielten neben einem Baum der sehr weit ins Wasser ragte. Fehlalarm. Der Bootsman zeigte uns hier nur eine Black-Adder, eine pechschwarze Baumschlange die sich zwischen den Ästen des Baumes entspannte.
Weiter ging die Fahrt. Die Augen aufs Wasser gerichtet sahen wir alles, außer Krokos.
Als wir uns schon fast mit unserem Pech abgefunden hatten hielt das Boot erneut. Diesmal konnte man zwischen hohen Gräsern tatsächlich ein junges Krokodil am Ufer des Flußes liegen sehen. Einige Meter weiter sahen wir ein zweites, kleineres, welches ebenfalls am Ufer zu schlafen schien.
Die Fahrt ging weiter, durch eine Landschaft die man sonst nur aus Dschungelfilmen kennt.
An einer Flußgabelung trafen wir auf ein weiteres Exemplar. Das 2,5m Weibchen versuchte sogar unser Boot zu verscheuchen und anzugreifen. Zu unserem Bedauern war die Fahrt an ihrem Ende angekommen, aber die Sichtungen hatten sich mehr als gelohnt.
Zurück bei BuBu, der von alldem nicht viel mitbekam, nahmen wir wieder Fahrt nach Süden auf.
Wieder in Cairns mieteten wir uns in ein Hostel ein, denn wir hatten noch 1 großen Plan hier oben, den es zu erfüllen gab.
Aber davon werde ich euch erst im nächsten Beitrag berichten, womit ich dann hoffentlich die letzten 2 Monate komplett aufgeholt haben werde.

bis dahin;
schöne Grüße an alle, uns geht es gut und euch hoffentlich auch, man liest sich

 

18.02.09 - Auf Biegen und Brechen

Beinahe 2 Monate ist es her, dass ich die Heimatfront mit neuen Geschichten aus Tralien versorgt habe und bis vor wenigen Wochen gab es einen guten Grund dafür.
Gut ins neue Jahr gerutscht verbrachten wir noch eine Menge Zeit auf unserer Farm in Innisfail. Da es sich hierbei um ein sehr eintöniges Alltagsgeschehen handelte, hatte ich nicht vor, einen umfangslosen Bericht auf die Seite zu kleckern der im Grunde nur aussagt; “Wir machen immer das gleiche”.
Mit großen Plänen und voller Tatendrang verliessen wir am Morgen des 23.01.09 Innisfail.
Den Blick in den Norden gerichtet wollten wir eine 3 stündige Autofahrt zu einem der ältesten Regenwälder unseres Planeten absolvieren.
8 Stunden später fanden wir uns im 85km entfernten Cairns wieder.
Hoffentlich fällt auf dass wir uns sehr, sehr dorthin bewegt hatten.
Im Vergleich; die beiden Ausflüge vorher, von Innisfail nach Cairns, die wir unternahmen, benötigten etwa 45 Minuten Autofahrt.
Wie gesagt entfernten wir uns am 23.01.09 aus Innisfail, ungefähr 15km weiter begann BuBu herumzueiern und schon im nächsten Augenblick sah ich die ersten Rauchschwaden aus der Motorhaube kommen.
Nachdem wir schnellstmöglich links rangefahren waren kippten wir unsere gesamten Wasserreserven über den kochenden Motorblock. Als sich die Situation beruhigt hatte beschlossen wir unsere Fahrt wiederaufzunehmen. Aber nach geschätzten 3km begann die Kühlwassertemperaturanzeige (schönes Wort!) erneut in die Höhe zu schnellen.
Diesmal kam BuBu vor einer Zuckerrohrfarm zum Stehen.
Wir warteten und warteten und warten aber der Motor wollte nicht abkühlen und ohne weiteres Wasser konnten wir dem Prozeß auch nicht nachhelfen.
Zu unserem Glück, kamen ein paar der ansäßigen Farmer vorbei und begannen unverzüglich uns zu helfen.
Nachdem BuBu auf den Hof geschleppt wurde, versuchten wir mit unseren mangelhaften Englischkentnissen im Bereich ‘Automechanik’ auszudrücken was passiert war.
Ich empfand es als höchst beeindruckend wie die Farmer problemlos feststellen konnten was unser Problem war, wir hatten vergessen Kühlwasser aufzufüllen (Schande über uns!!!). Nunja, wir hatten gewissermaßen schon daran gedacht, leider ist es verwirrend wenn man mehrere Einfüllöffnungen hat und seit Monaten nur den Rücklaufkanister (Heisst das so? Gibts das bei “modernen” Autos überhaupt noch?) kontrolliert.
Nett, wie Australier in ihrem tiefsten Innern nunmal sind, spühlten die Farmer ersteinmal den gesamten kochenden Dreck aus unserem Kühlwassertank, setzten hier und da einen neuen Schlauch ein und füllten das Kühlwasser ordnungsgemäß auf und das alles umsonst.
Voller Dankbarkeit wollten wir unsere Reise fortsetzen, bisher hatten wir auch nur 2 Stunden Zeit verloren, BuBu beschloss jedoch Startschwierigkeiten an den Tag zu legen. Auch dieses Problem lösten die Farmer umgehend indem sie unser Schmuckstück einfach mit ihrem Auto zogen bis BuBu startete.
Erneut probierten wir unsere Reise fortzusetzen, diesmal erfolgreich.
Bis sich nach weiteren 5 Kilometern der Motor erneut verabschiedete. Langsam wurdes lästig.
Wir landeten neben einem Pub wo wir auf einen netten Herren trafen, der nach einer weiteren verlorenen Stunde, unserer Karre nochmals Starthilfe geben konnte.
Im Nachhinein glaube ich dass auf den folgenden Kilometern unser Automobil nur fuhr um uns ein wenige in Sicherheit zu wiegen.
Als wir beinahe überzeugt waren dass Problem behoben zu haben machte BuBu erneut Rast, diesmal Mitten im Nirgendwo.
Alle Bemühungen den Motor in Gang zu setzen waren vergeblich. Hatten wir den Unsterblichen getötet? (hierzulande gelten Toyota Landcruiser als unsterblich)
Wir hatten keine Ahnung wo wir waren und was wir tun sollten, nur ein paar Farmhäuser in der Ferne gaben uns Hoffnung.
In den nächstgelegeneren Häusern war leider keine Person aufzufinden, also marschierte Marvin umher, während ich das Auto bewachte und darauf wartete dass die Leute in den näheren Häusern nach Hause kommen.
Da stand ich nun, irgendwo im Nirgendwo, mit wachem Blick und geschärften Sinnen, welche mich glücklicherweise auf die Hunde aufmerksam machten die zähnefletschend auf mich zugerannt kamen.
Von den “besten Freunden des Menschen” auf unser Autodach gejagt, wartete ich auf eine Verbesserung unserer Situation.
Zur selben Zeit fand sich Marvin als Gast bei netten alten Omis wieder, die ihn mit Gebäck und Getränken versorgten.
Die Renter konnten glücklicherweise einen Abschleppdienst kontaktieren der bereit war uns bis nach Cairns zu einem Mechaniker zu bringen.
Stundenlang warteten wir 2 im Auto und als wir uns schon darauf vorbereitet hatten die bereits angebrochene Nacht hilflos im Auto zu verbringen kam endlich der Abschleppmann.
Selbstverständlich kommt ein Unglück selten allein, denn wir hatten uns den wohl ungünstigsten Tag des gesamten Jahres ausgesucht um in Australien eine Autopanne zu haben.
Es handelte sich um den Freitag vor dem australischen Nationalfeiertag schlechthin, dem Australia Day.
Dieser Tag fiel auf den folgenden Montag, was bedeutete dass an diesem Wochenende sogut wie niemand arbeiten würde. Der Abschleppmann telefonierte sich durch die gesamte Umgebung bis er schlußendlich einen Mechaniker ausfindig machen konnte der uns am nächsten Tag womöglich weiterhelfen könnte.
So wurden wir nach 8 Stunden warten, fluchen und verzagen endlich nach Cairns gebracht.
Nunja, nicht direkt, wir wurden in Edmonton abgesetzt, einem kleinen Vorort von Cairns.
Hier legten wir uns direkt neben dem größten Highway Australiens ins Auto und versuchten zu schlafen. Bei 45°im Auto war das alles andere als angenehm, aber wir konnten dennoch einschlafen.
Ich müsste lügen um eine genaue Zeit für das folgende Ereigniss festlegen zu können, aber Zeit spielte zu diesem Zeitpunkt eh keine Rolle.
Durch ein  kräftiges Klopfen an unsere Autoscheibe wurden Marvin und ich geweckt.
Wir setzten uns vors Auto und dachten über das Schlimmste nach.
Unser Aufenthaltsort war in einer ghettoähnlichen Region, voller betrunkener Ureinwohner, mitten in der Nacht, ohne Ahnung wo wir uns genau eigentlich befanden.
Die Chancen nicht verhauen und beklaut zu werden waren leider verschwindend gering.
Von Weitem sahen wir eine kleine Gruppe von Leuten unseren Alters auf uns zukommen.
Wie erwartet blieb die Gruppe neben uns stehen und sprach uns an.
“Hi, wie gehts? Warum schlafen ihr den hier im Auto?” “Wir hatten eine Panne, nichts besonderes, jetzt stehen wir hier wasweißichwo mit unserem gesamten Hab und Gut und warten dass der Mechaniker seinen Laden öffnet.”
“Ihr seid in Edmonton, nicht das in Kanada. Lasst mal sehen…….Aha, die Pumpe ist im Eimer und da ist eine Dichtung kaputt.”
Nachdem die Aussies ein wenig gefachsimpelt hatten wiesen sie uns darauf hin das der Mechaniker definitiv nicht öffnen wird und sollten wir jemanden finden der unser Auto reparieren kann dann würde diese Person aufgrund des Australia Days wohl 3mal soviel Geld wie üblich verlangen.
Hier nochmal die Fakten; wir hatten ein Auto welches nicht funktionierte, wir waren in einem Ort von dem wir nur wussten dass er nicht in Kanada liegt, der Mechaniker vor dem wir uns befanden würde sein Türchen nicht für uns öffnen, es würde unwahrscheinlich schwer werden einen Mechaniker zu finden der überhaupt einen Blick in unser Auto werfen würde und selbst wenn wir dieses Wunder verbringen könnten, müssten wir wahrscheinlich eine lächerlich hohe Summe dafür zahlen.
Solche dramatischen Tiefschläge gibt es sonst nur im Hollywood-Kino.
Dwayne, ein junger Mann aus der besagten kleinen Gruppe, schien dieses Dilemma zu bemerken und tat etwas womit keiner von uns beiden gerechnet hatte und was ich für meinen Teil, im Nachhinein immernoch unglaublich finde.
Er bot uns an bei ihm zu wohnen bis der Australia Day vorrüber war und wir Hilfe zu einem fairen Preis bekommen könnten.
Auch solche Wendungen kennt man sonst nur aus Hollywood-Filmen.
Nur wenige Meter neben der Mechanikerwerstatt befand sich sein Haus, in welchem er mit seiner schwangeren Freundin Sam und seinem Kumpel Rob lebte.
Wir schoben unseren BuBu in seinen Vorgarten und verschwanden in seinem Gartenhaus, wo wir bis zum Sonnenaufgang erzählten, Bier tranken und eine Menge Spaß hatten.
Gegen 7 Uhr morgens begann Dwayne seine sämtlichen Kontakte anzurufen um uns schnellstmöglich Hilfe zu beschaffen.
Es gelang ihm einen Mechaniker zu organisieren der unser Auto unter die Lupe nahm und uns mitteilen konnte wo das Problem lag.
Der Motorkopf unseres armen BuBu war verbogen, die Wasserpumpe gebrochen und ein paar Schläuche waren nichtmehr intakt.
Als ich mich nach diesen Ereignissen am Nachmittag des 24.01.09 bei Dwayne im Wohnzimmer auf die Chouch zum Schlafen legte, ging mir nur eines durch den Kopf.
Wie würde ich an seiner Stelle handeln? Wie würden andere Leute die ich kenne an dieser Stelle handeln?
Immer mehr wurde mir unser wahnsinniges Glück im Unglück bewusst.
Was Dwayne an diesem Tag für uns tat, werde ich bestimmt mein Leben lang nicht vergessen.
Wie es danach weiter ging werde ich euch im nächsten Eintrag berichten, ihr dürft gespannt sein.
bis dahin, schöne Grüße nach Deutschland und lasst’s euch gut gehen

 

24.12.08 - Frohe Weihnachten

Guten Abend ihr Lieben daheim,

in den letzten Tagen ist uns wenig wiederfahren, wir haben wie üblich gearbeitet und gestern wurden wir von unserer Chefin sogar in einen Pub eingeladen wo sie uns Bier und eine gute Mahlzeit spendierte . Es wurde viel gescherzt und gelacht und wir nutzten die Gelegenheit unsere Kollegen besser kennenzulernen. Insgesamt war dieser Nachmittag sehr spaßig, und dass wir an diesem Tag die Arbeit von 2 Tagen erledigt hatten war schnell vergessen.

Nun, auch in Australien wird heute der heilige Abend zelebriert und obwohl hier die Geschenke traditionell erst am 25. verteilt und am 26 geöffnet (das Kind, welches sich daran hält, möchte ich erleben) werden wünschen Marvin und ich euch heute schoneinmal:

Merry Christmas

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns auch einmal herzlich bei allen bedanken die uns bei unserer Reise unterstützen, uns mit Nachrichten aus der Heimat versorgen,auf unserer Homepage nach Neuigkeiten Ausschau halten und immermal für einen Smalltalk bereitstehen.

Auch wenn wir dieses Jahr die Weihnachtsfeierlichkeiten nicht im Kreise unserer Familien und Freunden verbringen können, so sitzen wir in Gedanken doch vorm geschmückten Weihnachtsbaum, essen schier endloses leckeres Weihnachtsessen und haben eine Menge Spaß.

Spaß werden wir hier zwar auch haben, aber bei 30°kommt leider keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf.

Soviel erstmal von uns, feiert schön, lasst euch reichlich beschenken und Alles Gute zum Geburtstag Jesus.

P.S.: Hier noch ein kleines “Weihnachtsgeschenk”: