Archiv für Oktober 8th, 2008

08.10.08 - Kuscheltiere, Sandstrand und Gammelstimmung

G’Day, wie der Australier nuschelt.

Die Zeit ist mal wieder reif für Spiel, Spaß und Spannung aus der DownUnderüberraschung.
Anfangs möchte ich nochmal die Zeitverschiebung ansprechen. Ich gestehe; ich habe geschwindelt. Zur Zeit haben wir nu 9 Stunden Zeitunterschied, erst in ein paar Tagen kommt noch eine weitere Stunde dazu. Nunja, sowas kann man hier drüben nur ganz schlecht mitverfolgen, somit muss man sich auf die (leider falschen) Aussagen anderer verlassen. Sorry für die Verwirrung.
Nachdem mein letzter Beitrag erfolgreich ins weltweite Netz gesendet wurde, konfrontierte ich Marvin sofort mit der Idee welche ich zum Ende meiner lyrischen Kreation hatte.
Das Wetter schien gut, unserere Tagesplanung lag bei Null und auch sonst gab es nichts was uns von einem Ausflug zum Strand abhalten konnte.
Schnell zur Badehose gegriffen und informiert wie wir am besten zum Bondi Beach kommen könnten.
Die nötige Bahnroute ward schnell gefunden, mit unserem famosen “7 Days Red Pass” konnten wir sogar den Shuttlebus bis zum Strand nutzen. Kurz bevor wir das Hostel verliessen kamen wir noch mit 2 anderen Backpackerinnen aus Deutschland ins Gespräch, die sich uns kurzerhand anschlossen. Unsere kleine Vierergruppe schlenderte nun gemütlich den mittlerweile bekannten Weg zur nächsten Bahnstation entlang und kam nur wenige Minuten später in der Strandregion an.
Das sonnige Wetter lud uns dazu ein die geringen 2,9km bis zum Strand zu Fuß zurück zu legen, doch kurz nachdem der Bahnhof außer Sichtweite kam, erschienen die ersten Wolken am Himmel und auch eine kleine Gruppe Regentropfen kreuzte unseren Weg.
Doch am Bondi Beach wendete sich das Blatt erneut. Zwar gab es noch einige Wölkchen am Himmel, aber im Großen und Ganzen war das Wetter spitze. Ich liess mich von dem herrlichen Sandstrand und dem noch herrlicheren, sauberen Wasser schnell überzeugen ins kühle Nass zu hüpfen. Marvin und unsere Begleiterinnen schafften es zumindest ihre Füße anzufeuchten.
Wie erwartet konnte man vereinzelt Surfer erblicken, die ihr Glück mit den etwa 2m hohen Wellen versuchten.
Vom Bondi Beach aus gingen wir die Küste entlang zum nahe gelegenen Tamarama Beach, welcher uns als Geheimtipp empfohlen wurde. Tatsächlich war der Strand weniger von Badelustigen überlaufen, dafür aber umso schöner. Der aufziehende frische Wind und leichter Hunger trieben uns dann aber schnell weiter zur nächsten Bushaltestelle bis zurück ins Hostel.

Gestern standen wir sehr früh auf, jedenfalls hatten wir das vor, leider wurde daraus nichts.
Nichtsdestotrotz saßen wir 2 Weltenbummler aus Dessau gegen Mittag in der nächstbesten Westpac-Bank um ein Konto zu eröffnen. Wir wurden zwar vorgewarnt, dass wir hierbei am besten bloß lächeln und nicken sollten, denn man würde von dem was einem erzählt wird eh nichts verstehn. Im Endeffekt können wir jedoch stolz behaupten gut verstanden zu haben, was die junge Asiatin auf der anderen Seite des Bürotisches uns erklärt hat.
Nach einem kurzen Abstecher ins Hostel latschten wir mehr oder weniger ziellos durch Sydney. Plötzlich fassten wir den Entschluß einfach mal über die Harbour Bridge zu gehen.
Nach etlichen Problemen eine Zugangsmöglichkeit zur Brücke zu finden, fanden wir einen kleinen Geheimgang an dessen Ende wir direkt auf der Brücke standen. Der Spaziergang auf dem Fußgängerstreifen ähnelte eher einem Gang Richtung Gefängniss. Zäune, Warnschilder und Stacheldraht prägten das Bild. Auf der anderen Seite fanden wir leider wenig Sehenswertes, also stiegen wir mal wieder in die nächste Bahn und fuhren zurück. Die einsetzende Dämmerung verwunderte uns ein bisschen. Irgendwie schien der Tag vergeudet. Im Schein der letzten Sonnenstrahlen bewegten wir uns langsam Richtung “Royal Botanic Garden”, welcher leider 20 Minuten bevor wir dort ankamen zugeschlossen wurde. Aber wer uns kennt weiss dass uns derartige Probleme nicht aus der Bahn werfen. Nur ein vorbeifahrendes Parkwächterauto hinderte uns an einer Klettertour über den Zaun. So liefen wir einfach drum herum, bis wir fast mitten in einem Highwaytunnel standen. Also liefen wir noch ein bisschen weiter drum herum und kamen an einen Punkt des Gartens den man auch legal bei nacht betreten durfte. Schnell ein paar Fotos von der leuchtenden Skyline gemacht und im nu verschwanden wir Richtung Hostel.

Der heutige Tag war der bisher ereignisloseste schlechthin. Anfangs gammelten wir im Hostel vor unseren Laptops und gegen Nachmittag begaben wir uns in den Park um dort weiter zu gammeln. Das war auch sehr angenehm.
Mittlerweile ist der Tag für uns fast schon wieder vorbei. Wir trinken vielleicht noch 1 - 2 Bierchen und werden uns dann wieder zur Nacht betten.
Morgen werde ich Marvin endlich in die “Blue Mountains” zwingen. Auch wenn er noch nicht so recht Lust dazu hat, werd ich dafür sorgen dass uns dieses highlight nicht entgeht. Vielleicht kommt morgen ja auch schon unsere Steuernummer, dann kann die Arbeitssuche endlich losgehen. Wir sind gespannt wie Flitzebogen.

bis dahin G’Night, wie der Australier lallt.