05.07 - Durch den Monsun

Hallo liebe Freunde, Familienmitglieder, Bekannte und Leute die sich bloß in der Addresszeile vertippt haben.
In meinem letzten Beitrag habe ich mich mehr oder weniger bedeckt gehalten was unseren neuen Aufenthaltsort anbelangt.
Da es einige schon wissen und wir mittlerweile eh wieder woanders sind möchte ich selbstverständlich das Geheimniss nicht länger ungelüftet lassen.
Wie beschrieben reisten wir in das wohl seltsamste Land unseres Planeten, so haben Marvin und ich uns das jedenfalls vorgestellt.
Und wir hatten Recht.
Die letzten 5 Tage verbrachten wir …*Trommelwirbel*… in Tokio!!!
Ja, liebe Personen, welche ich schon in der Begrüßungszeile angesprochen habe, auch wir staunten nicht schlecht.
Wir befanden uns in einem Land von dem man viele Vorstellungen hat und ich muss klar und deutlich sagen, alle sind war.
Tokio war wie ein einziger großer Zirkus, fast überall war man mit kunterbunten Blinkelichtern, Musik und einem haufen Menschen konfrontiert.
Als war am 29.06 im offiziell günstigsten Hostel der Stadt unterkamen hatten wir keine Ahnung von dem was uns erwarten würde.
Den späten Abend verbrachten wir mit einer ersten Erkundungstour durch Minami, dem Gebiet wo sich unser Hostel befand.
Da in Japan sehr wenig Menschn Englisch sprechen drängt sich die Frage auf wie wir uns verständigt haben.
Die Einwohner Japans verstanden uns nicht, aber das war kein Problem, denn wir verstanden sie auch nicht.
Mit Händen, Bildchen und allerlei komischer Grimassen kamen wir in der gesamten zeit jedoch sehr gut klar.
Am folgenden Morgen standen wir sehr früh auf und begannen unsere wirkliche Erkundungstour.
Vorerst kamen wir bis zum National Museum, welches so früh leider noch nicht geöffnet war.
Eine Karte voller kryptischer Zeichen betrachtend wurden wir dann von einem netten älteren Japaner überrascht.
In sehr gutem Englisch fragte er uns ob wir Hilfe bräuchten, so kamen wir ins Gespräch.
Während wir mit ihm durch den anliegenden Park spazierten erzählte er uns ein wenig über die japanischen Gewohnheiten. Um diese frühe Uhrzeit hätte kaum etwas in Japan geöffnet und derartige Museen seien sowieso mehr Schein und Täuschung für die Touristen.
In einer kleinen Bahnhofsstation lud er uns dann zum Tee ein.
Ungefähr eine Stunde unterhielten wir uns mit ihm über allerlei Themen und wir lernten sehr viel über das Leben in Japan, besonders in Tokio und bekamen sehr gute Ideen welche Stadtteile man besuchen sollte und welche nicht.
Im Anschluß wanderten wir dann bis nach Akihabara, der sogennanten “Elektrostadt”.
Was man hier nicht an Elektrischen Geräten findet, gibt es nicht.
Von hier aus ging es weiter südlich nach zur Tokyo Station, dem Hauptbahnhof Tokyos, welcher in seiner Größer sehr imposant wirkt.
Ohne rast liefen wir dann weiter, immer weiter bis zum Kaiserlichen Palast, wo vor vielen Jahrhunderten die Herrscher Japans lebten.
Von hier aus konnten wir in der ferne schon eines der berühmtesten Wahrzeichen erblicken, den Tokyo Tower.
In windeseile bahnten wir uns unseren Weg zu dem 330m hohen Fernsehturm.
Viele Fotos später machten wir uns dann auf nach Ginza, dem Modeviertel Tokyos, wo alle großen und teuren Modefirmen eine Filliale haben.
Langsam dämmerte es auch schon wieder, aber das sollte uns nicht vom Weiterwandern abhalten.
Mit aller Gemütlichkeit ging es dann zurück Richtung Norden, über Akihabara wollten wir zum Tokyo Dome gelangen, dem Heimstadion der örtlichen Baseball Mannschaft.
Während wir durch weniger bunte und kleine Seitengassen liefen, um Weg zu sparen, staunten wir plötzlich nicht schlecht. Vor uns befand sich ein Gebäude mit einem großen Loch, durch welches seltsame Stahlträger verliefen.
Als wir näher herankamen konnten wir erkennen dass es sich tatsächlich um eine Achterbahn handelte die mitten in Tokyo durch ein Haus geht und direkt nebenan stand eine riesige Kuppel, der bereits erwähnte Tokyo Dome.
Hier entschlossen wir uns dann langsam zum Hostel zurück zu kehren.
Insgesamt lagen wir an diesem Tag gute 45km zu Fuß zurück, dementsprechend leicht hätten wir auch schlafen können, aber eines hielt uns davon ab.
Via Internet kann man sich eine Maße japanischer -Shows ansehen, welche durch ihren Abstraktheit sehr populär sind und wir mussten feststellen dass solche Sendungen tatsächlich sehr verhäuft im japanischen Fernsehen vertreten sind.
Erst sangen Männer im Britney Spears Kostüm japanische Volkslieder, dann wurde eine menschliche Pyramide auf einem Holzbrett auf Sprungfedern gebaut und plötzlich wurde versucht die Moderatoren, welche als seltsame Tiere verkleidet waren mit einer übergroßen Schaumstoffkeule auf den Kopf zu hauen.
Wir bekamen sehr wenig Schlaf in dieser Nacht.
Am nächsten beschlossen wir unsere Ausflüge lieber durch Bahnfahrten zu vereinfachen.
Vormittags besuchten wir Shibuya, das kunterbunte Shoppingviertel Tokyos, hier bekommt man vorallem poppige Klamotten, welche niemand in Europa tragen würde ohne ausgelacht zu werden, aber diese Mode ist in Japan durchaus normal.
Von hier aus fuhren wir nach Shinjuku, dem Verwaltungs- und Businessviertels.
Umringt von gewaltigen Wolkenkratzern, in denen Regierungschefs und Bosse großer Firmen ihre nächsten Schritte planen, bahnten wir uns unseren Weg zum Metropolitan Government Building, von dessen Aussichtsplattform man einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Stadt hat.
Als Abschluß schauten wir noch im Stadtteil Ikebukoru, dem Unterhaltungsgebiet Tokyos, vorbei.
Überall vernimmt man das rasseln und klappern der Glücksspielmaschinen und Spielautomaten.
Bereits am frühen Abend begaben wir uns zurück in unser Tokio Hotel, wo wir ordentlich Schlaf nachholten.
Die folgenden Tage gestalteten wir immer sehr spontan, denn aufgrund des wechselhaften Wetters waren Planungen kaum möglich.
Am 05.07 hiess es dann auch schon wieder Abschied nehmen, von der scheinbar kuriosesten Stadt die wir bisher bereist haben.
Wiedereinmal verbrachten wir einige Stunden auf dem Flughafen bis wir zu einem unserer letzten Flüge antraten.
Nach einem sehr turbulenten Flug, finden wir uns nun, nach fast 2 Jahren, wieder in HongKong wieder, aber davon werde ich im nächsten Bericht erzählen.

 

4 Kommentare

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